Neuere Zeiten

Neuere Zeiten

Industrialisierung und die moderne Kulturlandschaft

Der Wechsel vom katholischen zum protestantischen Glauben markiert den Übergang vom Mittelalter zur „Neuzeit“.
Im Vergleich zu den rund 15.000 Jahren, die seit der letzten Eiszeit vergangen sind und in denen Menschen in Dänemark gelebt haben, nehmen die letzten 500 Jahre unserer Vorgeschichte nicht viel Raum ein. Inhaltlich ist es jedoch zweifellos der Zeitraum, der sowohl die Landschaft geprägt als auch die Lebensbedingungen der Menschen am stärksten verändert hat. Charakteristisch für diese Zeit ist die sich ständig beschleunigende Entwicklung in den Bereichen Geisteskultur, Wissenschaft, Technik und Gesellschaftsstruktur.

Durch die Entstehung und das Wachstum der Städte vom Mittelalter bis in die Neuzeit, die Industrialisierung, die Mechanisierung der Landwirtschaft und den enormen Ausbau von Straßen, Eisenbahnen und anderen Verkehrswegen wurde die frühere Naturlandschaft in eine vom Menschen geprägte Kulturlandschaft umgewandelt. Darin liegen die vielen Denkmäler und Spuren der Vergangenheit nun oft als isolierte Einzelelemente ohne direkten Bezug zu ihrem ursprünglichen Kontext. In Dänemark werden die fast 32.000 unter Denkmalschutz stehenden Stätten – die hauptsächlich aus der Antike stammen – durch etwa 9.000 denkmalgeschützte Gebäude ergänzt, die die Kulturgeschichte und die architektonische Entwicklung der Neuzeit beschreiben.

Die größten Gebäude sind die Schlösser und Herrenhäuser der Königsmacht, denen im 16. Jahrhundert der größte Teil des Landes gehörte. (Siehe z. B. Skanderborg Slot) Die Landschaft war damals eine Gutslandschaft, in der ein sehr großer Teil der Landbevölkerung als Leibeigene oder Pächter beschäftigt war. Die Kronländer des Königs machten etwa die Hälfte der Landesfläche aus, und das Königreich wurde tatsächlich von hochrangigen Adligen regiert, ohne dass die allgemeine Bevölkerung Einfluss hatte.

Aus dem beginnenden Aufbau der Infrastruktur dieser Zeit mit Straßen, Brücken und Meilensteinen (siehe Sjelbro und Gråmølle Bro) entstand nach und nach das heutige Dänemark mit seinem dichten Netz aus Straßen, Eisenbahnen, Stromversorgungen, Telekommunikation und Fährverbindungen. Voraussetzung dafür war die vollständige und detaillierte Vermessung des Landes, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stattfand. Sie war auch die Grundlage für die umfassendste, jemals geplante Umgestaltung der Landschaft, nämlich die Agrarreformen um 1800. Damit endete die kollektive Landbewirtschaftung der Dorfgemeinschaft, und die Bauernhöfe zogen aus den Dörfern auf die neuen Eigenlandparzellen, die durch Zäune in Form von Stein- oder Erdwällen markiert waren. Die Naturwälder früherer Zeiten wurden im 19. Jahrhundert ebenfalls durch künstliche Plantagen mit eingeführten Baumarten ersetzt (siehe z. B. Tåstrup Plantage).

Am Ende dieser Periode – ab dem späten 19. Jahrhundert – zog ein großer Teil der Landbevölkerung in die Städte, wo sie Arbeit in den Fabriken und Produktionsstätten der Industrialisierung oder im Handel und in Büros fand (siehe Ballen und Birkesig Kalkofen). Daraus entstand das Dänemark, das wir heute kennen.

Allerdings war auch diese Zeit nicht ohne Unruhen. Christian IV. führte Kriege sowohl in Schweden als auch in Deutschland; später kamen die Schwedischen Kriege in der Mitte des 17. Jahrhunderts hinzu, und in den 1800er Jahren zunächst die Napoleonischen Kriege und dann die Schleswigschen Kriege, die mit der Niederlage Dänemarks und der Abtretung Südjütlands endeten. Noch heute sichtbare Überreste dieser Kriege sind die Schanzen und Befestigungsanlagen, die an den Küsten Dänemarks zu sehen sind. (Siehe z. B. Ryes Schanze, Udbyhøj Schanze, Roneklint und Lushage Schanzen). Die Landschaft weist auch zahlreiche Spuren aus dem Zweiten Weltkrieg auf (siehe z. B. Hohøj / Alstrup Krat und Masnedø).


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Weitere Informationen zur jüngeren Vergangenheit finden Sie auf der Website des Nationalmuseums.

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Denkmäler

Zuletzt aktualisiert: 04. February 2026

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Der er over 30.000 fredede fortidsminder i Danmark, og det er ulovligt at grave i, fjerne eller beskadige dem.

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