Das Neolithikum

Das Neolithikum

10.000 Jahre Jäger- und Sammlergesellschaft

Die drei Urzeitperioden in Dänemark: Die Stein-, Bronze- und Eisenzeit umfassen – gerechnet vom Ende der letzten Eiszeit bis heute – etwa 15.000 Jahre. Davon bestand die Gesellschaft fast 10.000 Jahre lang aus verstreuten Jäger- und Sammlerkulturen, sodass zeitlich gesehen die Jägersteinzeit den dominierenden Abschnitt unserer Vorgeschichte darstellt.

Die ersten Spuren, die wir von Menschen in Dänemark haben, reichen jedoch noch weiter zurück, nämlich bis zwischen die letzte und die vorletzte der insgesamt vier Eiszeiten, die in Dänemark geologisch nachweisbar sind. Die ältesten gesicherten Spuren menschlicher Aktivität in Dänemark wurden tatsächlich nicht weit von Kongehøjen gefunden. In einer alten Seebodenablagerung im Gudenå-Tal bei Hollerup westlich von Langå wurden 1912 eine Reihe von Skeletten von Damhirschen gefunden, die in der sogenannten Eem-Zwischeneiszeit (130–110.000 v. Chr.) ausgestorben waren. Mehrere der Knochen wurden von Menschen längs gespalten, um an das nährstoffreiche Mark zu gelangen, aber leider wurden an dieser Stelle noch keine tatsächlichen Spuren von Siedlungen oder Werkzeugen gefunden. Aus anderen Orten – typischerweise aus tief liegenden Erdschichten in Kiesgruben – kennen wir jedoch mittlerweile eine Reihe von vereinzelten Funden primitiver Steinwerkzeuge, die eindeutig darauf hindeuten, dass auch Neandertaler in Dänemark lebten.

In der letzten Eiszeit (Weichsel-Eiszeit 110.000 – 13.000 v. Chr.) war Dänemark nur teilweise von Eis bedeckt, und neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Land auch in einem Zeitraum zwischen 50.000 und 22.000 v. Chr. eisfrei war. Der Südwesten Jütlands westlich des jütländischen Hochlands war zu keinem Zeitpunkt mit Eis bedeckt, und als das Eis schmolz, war es allein das Schmelzwasser, das dem Land sein heutiges, insgesamt flaches Aussehen verlieh. In den eisbedeckten Gebieten wurde die Landschaft durch das Zusammenspiel von Gletschern und Schmelzwasser geformt.

Als Dänemark eisfrei wurde, sah das Land ganz anders aus als heute. Das waldlose Land war damals sowohl mit England als auch mit Schweden verbunden, und die Ostsee war ein großer Süßwassersee, der durch den Danaelv (heute Storebælt) entwässert wurde.

Das fortschreitende Abschmelzen des Eises führte zu einem Anstieg des Meeresspiegels und gleichzeitig zu einer langsamen Anhebung der eisbedeckten Landgebiete als Reaktion auf die Druckentlastung durch das Eis. Das Klima wurde allmählich milder und der Wald begann sich auszubreiten. Die Tierwelt und damit auch die Lebensgrundlage des Menschen veränderten sich entsprechend, und die verschiedenen Kulturgruppen der Jungsteinzeit spiegeln genau diese sich wandelnde Existenz wider, die auf den Ressourcen der Natur basierte.

Erst seit dem Ende der letzten Eiszeit können wir die Wanderungen der Menschen detaillierter verfolgen. Der gemeinsame Nenner der Kulturgruppen der Jungsteinzeit ist, dass sie überlebten, indem sie sich ständig an die aktuellen Naturbedingungen und den saisonalen Rhythmus anpassten, den sowohl die Jagd als auch das Fischen und Sammeln erforderten. Dies kommt deutlich in den Werkzeugen zum Ausdruck, und es ist deren typologische Entwicklung, die zusammen mit modernen naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden – darunter Kohlenstoff-14-Datierung und Pollenanalysen – zur Beschreibung und Einteilung der kulturellen Entwicklung herangezogen wird.

Die heutigen Umrisse Dänemarks entstanden erst um 7.000 v. Chr., als das Meer die früheren flachen Tundra-Steppen überflutete, und um 5.000 v. Chr. war das Land von einem dichten, urwaldähnlichen Wald bedeckt. Bis dahin kennen wir die Menschen der Steinzeit nur aus archäologischen Ausgrabungen und Funden. Die Menschen der Jungsteinzeit hinterließen keine sichtbaren Monumente, die bis heute erhalten geblieben sind, aber von der letzten Kulturgruppe der Jungsteinzeit – der sogenannten Ertebølle-Kultur (5.400–4.000 v. Chr.) – sind jedoch noch die sogenannten Küchenmüllhalden zu sehen, unter anderem bei Meilgård in Norddjursland und bei der Nederst-Siedlung in Kolindsund.


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Erfahren Sie mehr über die Jungsteinzeit auf der Website des Nationalmuseums.

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Zuletzt aktualisiert: 04. February 2026

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Der er over 30.000 fredede fortidsminder i Danmark, og det er ulovligt at grave i, fjerne eller beskadige dem.

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