Die Eisenzeit
Immer größere Siedlungen und die Entstehung von Dörfern
Die etwa 1.500 Jahre währende Eisenzeit ist eine komplexe Periode, in der sich die Gesellschaft von den Häuptlingsgesellschaften der Bronzezeit zu den Königreichen der Wikingerzeit entwickelte. Archäologisch wird die Eisenzeit in eine Reihe von Zeitabschnitten unterteilt, die die ausländischen Beziehungen und Einflüsse widerspiegeln, die sich deutlich in den Fundmaterialien und der gesellschaftlichen Entwicklung widerspiegeln: Vor-römische Eisenzeit (500 v. Chr. – Jahr 0), ältere und jüngere römische Eisenzeit (0 – 400 n. Chr.), germanische Eisenzeit (400 – 750 n. Chr.) und schließlich die Wikingerzeit (750 – 1050 n. Chr.).
Von den drei Epochen der Antike ist die Eisenzeit zweifellos die am besten dokumentierte. Tausende von Funden und Ausgrabungen haben sowohl die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung deutlich gemacht als auch einen detaillierten Einblick in viele Facetten des Lebens in der Eisenzeit gegeben. Allerdings sind nur sehr wenige Anlagen in der Landschaft sichtbar. Die wichtigsten Grabstätten der Eisenzeit unter flachem Boden waren beispielsweise bei weitem nicht so monumental wie die Dolmen und Großgräber der Stein- und Bronzezeit, und die Spuren von Siedlungen, die die Entwicklung der Besiedlung deutlich beschreiben, sind in der heutigen Kulturlandschaft nur in Ausnahmefällen mit bloßem Auge zu erkennen.
Durch die vielen großflächigen Ausgrabungen von Siedlungen aus der Eisenzeit können wir die Entwicklung der Siedlungen und der Gesellschaft genau verfolgen. In der vorrömischen Eisenzeit entstehen die ersten zusammenhängenden Dorfbebauungen, in denen die Höfe in einer gemeinsamen Einfriedung zusammengefasst sind. Die Häuser hatten eine sogenannte dreischiffige Form, die durch zwei Reihen von Dachpfosten durch die Mittelachse des Hauses geteilt war, mit Wohnräumen im westlichen Teil und Ställen im östlichen Teil. (siehe Hohøj)
Im Laufe der Eisenzeit wurden die Häuser allmählich größer und spezialisierter, wobei die einzelnen Höfe mit Wohnhaus und Nebengebäuden innerhalb der Dorfgemeinschaft separat eingezäunt wurden. In mehreren Dörfern sind auch deutliche Unterschiede in der Größe der Häuser zu beobachten, was als zunehmende soziale Schichtung interpretiert wird, während gleichzeitig eine zunehmende berufliche Spezialisierung zu beobachten ist. Das Schmiedehandwerk ist ein Beispiel, das im Zusammenhang mit der starken Entwicklung in der Landwirtschaft und den vielen internen Streitigkeiten und Kriegen zu sehen ist, von denen die Funde eindeutig zeugen, unter anderem die sogenannten Kriegsbeuteopfer-Funde aus z. B. Illerup Ådal bei Skanderborg. Siehe auch Dandiget.
Die Größe der Dörfer nimmt im Laufe der Eisenzeit ebenfalls zu, und Ausgrabungen haben ein Muster offenbart, wonach die Dörfer innerhalb eines kleineren lokalen Gebiets umziehen, wenn die umliegenden Böden ausgelaugt sind und die Siedlungen verfallen. Viele der heutigen Dörfer liegen noch immer dort, wo die Eisenzeitstadt in der Wikingerzeit endete und wo die ersten Kirchen errichtet wurden.
Die Bestattungsbräuche der Eisenzeit wechselten zwischen Brandgräbern und Erdbestattungen. In der vorrömischen Eisenzeit war die Feuerbestattung wie in der jüngeren Bronzezeit völlig vorherrschend. Die Brandgräber gibt es in unzähligen Variationen mit und ohne Urnen und wurden oft in kleinen, hügelartigen Hügelgräbern auf großen Grabfeldern angelegt.
Ab der älteren römischen Eisenzeit um das Jahr 0 und während der gesamten Eisenzeit taucht die Erdbestattung wieder parallel zur Feuerbestattung auf. Die Gräber liegen zusammen in großen Grabfeldern in der Nähe von Siedlungen und Dörfern und enthalten typischerweise große Mengen an Tongefäßen, Waffen und Schmuck (siehe Rostved).
Das neue Eisenmetall, das während der vorrömischen Eisenzeit aufkam, ermöglichte eine Ausweitung des Ackerbaus auf schwerere Lehmböden, und Spuren davon sind an mehreren Stellen erhalten geblieben. In Alstrup Krat bei Hohøj, südöstlich von Mariager, befinden sich möglicherweise die am besten erhaltenen Ackerflächen aus der Eisenzeit des Landes. Auf vielen unbewirtschafteten Heideflächen und in alten Laubwäldern sieht man ähnliche Felder auf flachem Gelände, die durch niedrige Begrenzungswälle und Steinhaufen abgegrenzt sind (siehe Hjortsballe).
Während der Eisenzeit wurden die Handelsbeziehungen der Bronzezeit mit dem Ausland stark weiterentwickelt, und große Teile der heimischen Entwicklung spiegeln direkte Einflüsse insbesondere aus dem Römischen Reich wider. Der Transport und die Kommunikation zu Wasser und zu Lande nahmen zu, und viele der tiefen Hohlwege, die noch heute in den Hängen unbewirtschafteter Flächen und in den Wäldern zu sehen sind, haben sicherlich ihren Ursprung in dieser Zeit der Antike (siehe Hohøj). Über unpassierbare Stellen wurden auch eigentliche Holz-, Ast- oder Steinwege angelegt (siehe Sjelbro).
Wenn man den Schwerpunkt auf die sichtbaren Monumente legt, ist die Eisenzeit also doch interessant. Im Gegensatz zu den in früheren Perioden vorherrschenden Grabstätten sind mehrere verschiedene sichtbare Anlagen aus der „lebendigen Kultur” erhalten geblieben, in der die Menschen, die wir unter anderem aus Tollund und Grauballe sowie aus Huldremose kennen, lebten, bevor sie in den ausgedehnten Moorgebieten, die auch die Landschaft der Eisenzeit prägten, geopfert wurden.
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Erfahren Sie mehr über die Eisenzeit auf der Website des Nationalmuseums.
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Und darunter können alle Kinder und kindlichen Seelen mit Sigurd Barrett eine spannende Informationsreise über den Grauballe-Mann unternehmen:
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Zuletzt aktualisiert: 04. February 2026